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Im Hobby-Raketenflug haben sich inzwischen weitweit die Definitionen der NFPA (National Fire Protecting Assoc., einer US-Behörde), die in Zusammenarbeit mit den amerikanischen Modellraketenverbände NAR und Tripoli erstellt wurde, durchgesetzt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde sie von der IMR übernommen. Hier wird der Raketenflug in drei Kategorien unterteilt: Modellraketen, High Power und Amateurraketenflug. Wir gehen bei unseren Definitionen daher von diesen weltweit üblichen und akzeptierten Standards aus.

Modellraketen

Zu den "normale" Modellraketen (nach NFPA 1122) zählen alle Modelle, die mit Treibsätzen der Klasse A-G (also unter 160 Ns Gesamtimpuls) und einem Durchschnittsschub von weniger als 80 Ns betrieben werden und deren Gewicht unter 1,5 kg liegen und die nach den Richtlinien des international gültigen Sicherheitskodex gebaut wurden. Das bedeutet verkürzt die Verwendung von leichten, zerbrechlichen Bauteilen und keine tragenden metallischen Komponenten. Beispiele sind Modelle der Firmen Estes, AeroTech oder Quest.

High-Power Raketen

High-Power Raketen (nach NFPA 1127) sind im Prinzip "normale" Modellraketen mit einem Gesamtimpuls ab dem Bereich von H (160 Ns) bzw. einem Durchschnittsschub von über 80 Ns oder einem Gewicht von mehr als 1,5 kg. Wie normale Modellraketen gilt auch für sie der Sicherheitskodex, d.h. Bauweise möglichst leicht, Metall nur da, wo aus konstruktiven Gründen notwendig, um Gefahren bei Abstürzen gering zu alten. Naturgemäß sind diese Raketen robuster gebaut als Standardraketen, etwa durch die Verwendung dickerer Körperrohre, sie haben jedoch auch weiterhin deren Sicherheitsfeatures. 

Eine genaue Defintion über Modellraketen (model rocketry) und High Power findet sich auf den IMR-Seiten.

Amateur-Raketen

Alles, was über den Modellraketen- bzw. High-Power-Flug hinausgeht und damit nicht mehr nach dem Sicherheitskodex geregelt ist, kann als Amateur- oder semiprofessioneller Raketenflug bezeichnet werden. Wurde vor allem früher teilweise auch als Experimentalraketenflug bezeichnet, eine allerdings leicht irreführende Bezeichnung. 

Folgende Kriterien können dabei gezogen werden: Verwendung anderer Materialien als im Sicherheitskodex für Modellraketen vorgeschrieben, etwa tragende Metallteile, harte, nichtzerbrechliche Körperrohre, z.T. auf Kunststoffbasis und stärkere oder selbstgebaute, nicht industriell hergestellte Treibsätze. Um Gefahren auszuschließen, müssen natürlich auch spezielle Sicherheitskriterien und Gesetze beachtet werden, etwa Fliegen nur unter Anwesenheit unmittelbar beteiligter Personen in räumlicher und zeitlicher Distanz zu Flügen mit Modellraketen- oder High-Power-Flügen.

Modellraketen vs. Raketenmodelle

Noch ein grundsätzlicher Gedanke zum Begriff Modellraketen: wenn von unseren funktions- und flugfähigen "Modell-Raketen" die Rede ist, lautet die sprachlich korrekte Bezeichnung auch Modellraketen und nicht Raketenmodelle (vgl. auch Duden -> Modellflugzeug statt Flugzeugmodell). Raketenmodelle sind sprachlich gesehen maßstäbliche Abbildungen von realen Weltraumraketen, die jedoch nicht flugfähig sein müssen (etwa eine Saturn-V als Plastikbausatz).

Interessengemeinschaft Modellraketen

Countdown Online


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